TAUCHKURS! Kurz nach
acht Uhr wurden wir von einem Holländer abgeholt, der uns zum Tauchzentrum
(PADI) brachte. Er stellte uns unseren zwei Tauchlehrern (Vahlia und Tom) vor
und dann gab es erst mal Papiere auszufüllen und dann ging die Theorie los. Was
gilt es alles zu beachten beim Tauchen, wieso halten sich Taucher immer wieder
die Nase zu, obwohl sie Taucherbrillen oben haben (Druckausgleich, einmal gegen
die Nase blasen macht die Ohren frei), wieso halten sich die Taucher am Arm,
wenn sie beide an zwei Schläuchen hängen (sie teilen sich gerade die Luft aus
einem Tank und wollen nicht auseinander treiben) und und und. Wir haben einige
Signale gelernt, mit denen man sich unter Wasser unterhalten kann. Wir haben
das als Filme geschaut und die waren ziemlich, ziemlich alt. Da waren die
Handys noch so groß wie Funkgerät und teils aufklappbar.
Wie auch immer. Ich
musste dann noch zum Arzt, um mich durch checken zu lassen, ob ich fit fürs
Tauchen bin und war dort eine Stunde am Warten. Und wisst ihr was? Wenn man
nach Australien fliegt, erwartet man ja eigentlich, dass man hauptsächlich
Australier trifft, oder? Tja, der Arzt war Wiener und die Rezeptionistin kam
aus Nötsch, Kärnten.
Währenddessen hatten
Anna und Julia bereits den Tauchpool übernommen und die ersten kleinen
praktischen Lektionen hinter sich gebracht. In einen hautengen Wetsuit gepackt,
mit dem BCD (ich weiß immer noch nicht, wofür das steht, aber im Grunde ist das
eine Art Weste, an die der Lufttank gepackt wird und das ganze andere
Equipment) umgeschnallt, Brille, Schnorchel, Flossen und Tank um ungefähr 20
Kilo schwerer ging es dann auch für mich in den Pool. Das erste Mal den
Regulator in den Mund und in wahnsinnigen 1.5m Tiefe dadurch geatmet. Es ist
ein äußerst komisches Gefühl seinen Kopf unter Wasser zu stecken und durch
dieses Gerät zu atmen. Ich war nie zuvor Schnorcheln und kenne das daher so
überhaupt nicht. Ganz langsam hab ich mich dann vor getastet, bis ich dann
schließlich auch in vier Meter Tiefe war. Hätte nicht gedacht, dass vier Meter
Tiefe bereits so einen Druckunterschied machen würden.
Die ‚Trockenübungen‘
waren ziemlich cool, allerdings muss ich zugeben, dass mir das Ganze ziemlichen
Respekt eingeflößt hatte und ich vor unserem zweiten Tag ordentlich Angst
hatte.
Abends waren wir drei
dann so platt, dass es nach einem Essen (lecker Spaghetti Carbonara, und ich
erwähne das jetzt hier nur, damit meine Großeltern alle wissen, dass ich auch
genügend esse) ins Bett ging.
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