Das war es dann. Mein letztes Examen geschrieben, die Sachen gepackt und von vielen Leuten verabschiedet und die Adressen eingestreift. In wenigen Stunden fliege ich nach Sydney und werde Armidale dann nicht mehr so schnell wiedersehen. Zwei Wochen heißt es noch herumreisen und hoffentlich hier ein wenig was schreiben können (ihr seht es eh, ob ich Internetzugang haben werde oder nicht).
Ich habe hier wirklich einen tollen Winter gehabt. Viel zu lernen, viel gelernt, mein Englisch etwas aufpoliert und viele tolle Leute kennen gelernt. Was mir sehr, sehr gut hier gefallen hat, war, dass das Studenten-Vortragenden-Verhältnis sehr, sehr persönlich ist. In drei von vier Vorlesungen waren wir unter zehn Leuten und die Vortragenden kannte man recht schnell und spricht sie noch viel schneller mit Vornamen an. Michelle, Daniel, Peter, Trevor und Adam. Etwas, was bereits in der Schule fasziniert hat, war, wenn man dann einen Lehrer außerhalb der Uni trifft. Mit Michelle hab ich teilweise gemeinsam Sport gemacht. Es ist einfach ein sehr, sehr persönliches Verhältnis, welches hier an der UNE aufgebaut wird. Das ist etwas, was ich auf jeden Fall mitnehmen werde, was mir kein Sydney, kein Brisbane, Melbourne oder Canberra hätte vermitteln können. Sehr großes Plus!
Die Bibliothek und die SportsUNE sind auch zwei Sachen, die sehr zu empfehlen sind und alle, die nach Armidale kommen, sollten sich für Letzteres eintragen. Der Preis schreckt anfangs vielleicht ab, aber in Spitzenzeiten war ich teils zweimal am Tag drin und ich bin grundsätzlich eher eine faule Person.
Zum Lerninhalt, nun, toll vorgetragen, aber gerade in der Chemie tut sich doch der Großteil eher im europäischen Raum ab und vielleicht noch im Amerikanischen. Hier gibt es halt hauptsächlich zwei Jobs: Farmer oder Minenarbeiter. Jedenfalls vom Gefühl her. Chemie ist anscheinend nicht der größte Renner (ich denke eher, Jus, Lehramt, Medizin, also die üblichen Verdächtigen), aber... wo ist es das schon? Ein verkanntes Studium, meiner Meinung nach.
Tja, was soll ich noch großartig sagen? Ich bin traurig, dass die paar Wochen/Monate schon vorbei sind, aber ich freue mich schon irre auf Zuhause. Es stimmt schon, was man so sagt. Man beginnt erst zu schätzen, was man hat, wenn man reist (Leberkässemmel!).
Wenn ihr also überlegt, auch einmal ein Auslandssemester zu machen: Wagt es einfach. Mehr als eine nicht angenommene Bewerbung kann ja nicht passieren. Und wird sie angenommen, dann habt ihr tolle Erfahrungen vor euch!
Somit verabschiede ich mich dann mal in den Urlaub!
Danke an Ed, Andrew, Sam, John, Ben, Amanda, Michelle, Daniel, Adam, Wayne, Andrew, Trevor, Peter, Ellenor, Erica, Rowan, Carlin, Josh, Dane, an das Team aus der Bibliothek und der Sportsune und natürlich an meine internationalen Freunde (Besonders hier an Anna und Julia :) ), die mir hier in Australien ein tolles Trimester beschert haben.
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