Samstag, 22. Juni 2013

Tuff Tuff Tuff die Eisenbahn

Hallo Leute,

Heute war mein letzter Tag bei Vicki und Greg. Morgen Früh geht es los nach Armidale. Kurz nach acht Uhr (Zuhause: Mitternacht) hebt mein Flieger ab und ein bisschen mehr als eine Stunde später lande ich in meiner Heimat für die nächsten Monate. Also wundert euch bitte nicht, wenn jetzt eine Weile lang nichts von mir kommt. Ich weiß nicht, wie die Internetsituation dort drüben ist und es kann sein, dass ich vorerst nur wenig bis keinen Zugang habe.
Abhängig von meinem Unileben werde ich dann ein bis zweimal die Woche einen Blog posten. Passiert viel, natürlich mehr, aber die ein, zweimal habe ich mir vorgenommen.

Doch weg davon und zurück zum heutigen Tag. Nach einer sehr kurzen Nacht (Jetlag lässt grüßen. Zwei, drei Stunden Schlaf waren es dann schlussendlich), ging es bereits um fünf Uhr aus den Federn und ab nach Liverpool.



Ja, in Australien gibt es auch ein Liverpool und in diesem stiegen wir dann in die Dampflok ein. Ein sehr, sehr cooles Gefährt, das sehr, sehr viel Aufmerksamkeit während der dreistündigen Fahrt erregte. Leute standen im Morgenmantel da, um wenigstens ein Foto davon zu machen.


Wir saßen ganz cool in der ersten Klasse und der Besitzer dieses Wagens hat Kleinigkeiten serviert. Bei ihm hatte ich richtig Probleme zu verstehen, was er sagte, da er sehr schnell redete und immer wieder das Thema wechselte. Da hab ich einige Male bei Vicky nachfragen müssen, was er eigentlich gemeint hatte.
Als wir schließlich bei den Blue Mountains in Katoomba ankamen, stiegen wir aus und als Erstes kam mir ein bierbäuchiger Spiderman entgegen. Aha?
Nun, anscheinend war dieses Winterfestival eine Mischung aus Fasching und riesiger Markt. Da gab es alles Mögliche zu kaufen. Karusselle und Musik waren ebenfalls vertreten, aber wir sind schnurstracks zu den "Three Sisters" gegangen.


Dort sind wir dann ein wenig spazieren gegangen und haben die steilste Bahn der Welt ausprobiert und einen Leierschwanz-Vogel gesehen (ich hab ihn entdeckt!).

 

Nun, wir kämpften uns dann wieder zurück, teilten uns etwas auf, so dass Vicky und ich uns ein wenig Musik anhören konnten und dann ging es mit dem Zug wieder zurück. Wir haben dann in Liverpool wieder ins Auto gewechselt, uns am Abend gemütlich zusammengesetzt und noch mal besprochen, wie das nun mit dem Flug weitergehen wird.

Damit wünsche ich euch allen noch einen schönen Tag oder Abend oder was auch immer ihr gerade habt.

Eure, 

Sarah

P.S.: Im Laufe der kommenden Tage werde ich ein paar Videos zusammen schnippeln, dass ihr dann einen Eindruck von unserer Fahrt und dem Fest bekommt.

Freitag, 21. Juni 2013

Tiere - Wasserlöcher - Tiramisu

Hallo Leute,

Heute war der bislang aufregendste Tag von allen. Ich hab ungefähr - gefühlte - 500 Fotos gemacht, also macht euch auf einiges gefasst.

Doch von vorne. Heute war ein Zoobesuch geplant, damit ich meine ersten Känguruhs sehen konnte. Doch bevor wir dorthin kamen, machten wir an ein paar Klippen Halt, um ein paar Wahnsinnige mit Paragleitern zu beobachten. Todesmutig stürzten sie sich hinab und ich konnte fast nicht hinsehen. Lawrence Hargrave flog übrigens als Erster von dieser Klippe bei Stanwell Park (mit Blick auf die Seacliff Bridge, angeblich die erste Brücke, die auf diese Art im Meer steht und sich Mäanderförmig um den Berg herumschlängelt).


Nach ein paar Minuten Beobachtungen ging es weiter. Schließlich hatte Vicky mir versprochen, dass ich heute - endlich! - Känguruhs sehen würde. Sie hat mehr als ihr Versprechen gehalten. Hier werden dann gleich einige Bilderchen folgen, also nicht erschrecken.

Gesehen und gestreichelt habe ich einen Aligator, eine Boa Constrictor (!) und noch zusätzlich gefüttert: viele Känguruhs. Sogar welche mit Baby. Leider hab ich das sich nur bewegen gesehen, aber total süß.
Und sonst gesehen? Tasmanischer Teufel, Ameisenigel, Kakadus, Papageien, Dingo, Koala, Wombat (hat sich lieber versteckt) und und und. So ziemlich jedes Tier, wofür Australien besonders ist. 



Nachdem wir uns satt gesehen hatten, hatten wir beide etwas Hunger und sind zu einem Café gefahren. Cliffhanger hieß es. Vor dem Fenster hockte ein dutzend wildlebender Papageien. Rot, grün, blau. Ich war hin und weg. Es gab auch noch einen hübschen kleinen Wunschbrunnen und es war einfach total niedlich.



Aber der Tag ist ja noch lange nicht zu Ende! Eine Besonderheit der Gegend wurde mir nämlich noch versprochen. Das Kiama Blowhole. Dazu sag ich nur: Lavagestein und Meereswasser. Seht selbst:



Anschließend ging es dann wieder zurück zum Haus von Greg und Vicky und der Abend wurde mit Cola, Pizza, Tiramisu und einem Pfefferminz-Orangen-Schnaps in meinem neuen Sydney-Stamperl auslaufengelassen.

P.S.: Wir waren im Featherdale Wildlife Park

Sydney :)


Guten Morgen, Abend, oder was auch immer.

Bei mir ist es gerade wieder 2 Uhr in der Früh. Nach einem großen Jetlag Problem letzte Nacht (2-5 Uhr früh wach), geht es mir heute nicht viel anders. Ich bin einfach wach und kann nicht schlafen. Das hatte ich vollkommen unterschätzt.

Heute war der Tag, in dem ich mit Vicky Sydney unsicher gemacht habe. Früh am Morgen, gegen acht, ging es nach einem gemütlichen Frühstück mit dem Zug los. Durch einen Nationalpark hinein nach Town Hall, noch zwei Stationen weiter und ich war der perfekte Tourist. Ich habe ein kleines Stück der Oper gesehen!

Schnurstracks machten wir uns auf den Weg und schon waren wir bei einer Führung durch die Oper. Das Ding ist sehr, sehr groß und als Erstes lief mir dort erst mal ein Farmer über den Weg, der mit uns an der Führung teilnahm. Interessant fand ich, dass der zuletzt eingereichte Entwurf eines Dänen einfach nicht so recht realisiert werden konnte. Das Fundament war bereits fertig und sie hatten immer noch keine Ahnung, wie sie das Dach bauen könnten.
Statt der erwarteten drei Jahre und 7 Millionen Dollar hat es 15 Jahre und weit über 100 Millionen Dollar gekostet. Aber ist das nicht typisch für solche Projekte?
Das Symphonieorchester von Sydney spielte dann bei der Eröffnung „With a little bit of Luck“ (Mit einem kleinen bisschen Glück) von My Fair Lady. Ein Schelm, der sich da Böses denkt.


Anschließend nahmen Vicky und ich eine Fähre durch den mit Haien verseuchten Hafen, um auf der anderen Seite Sydneys etwas spazieren zu gehen und Surfer mitten durch die Stadt gehen zu sehen. Vorbei an einem „Discount Chemist“. Schräges Land hier.
Zurück ging es später durch George Street und mit dem Zug heim und zu einem thailändischen Restaurant gegenüber von Greg und Vickys Haus. Hilfe, der war scharf! Sehr zum Amüsement der Beiden hab ich mich trotzdem vollgeschlagen und bin anschließend wie tot ins Bett gefallen.

Bis bald ihr Lieben,

Sarah


P.S.: Den Blog hab ich dieses Mal leider etwas später hoch gestellt, da ich keinen Internetzugang hatte, während ich wach war.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Sydney - Wollongong

Hallo ihr Lieben!

Da bin ich also. In Australien. Bis jetzt ist es noch nicht ganz bei mir angekommen, dass ich hier bin, aber ich bin es. Die Reise war viel zu lange. im Zug noch ein wenig per Messenger verabschiedet, ebenso am Wiener Flughafen.
Die Flüge selbst waren sehr bequem. Also bis auf viel zu kühl eingestellt. Jeder hatte einen eigenen Fernseher, was cool war. Emirates kann ich empfehlen. Hübsche Uniformen haben sie auch noch.
In Dubai gab es einen Minipark mit kleinem Teich:


Komisch war es beide Male bei Nacht anzukommen, aber zwei kleine Fotos gibt es im vorigen Blog vom Landeanflug. Mir hatte Sydney besser gefallen. Da wurde ich auch von Greg und Vicky, Familienfreunden abgeholt. Nach einer Dusche und einer Kleinigkeit zu essen ging es dann ins Bett. Ortszeit: Mitternacht. Aufgewacht bin ich gegen ein Uhr Nachmittags, was hier ungefähr fünf Uhr war. Ich war erstmal: Oha, solange?

Danach gab es ein spätes Frühstück für mich und wir sind nach Wollongong reingefahren. Hab mir einen Adapter und eine Sim-Karte gekauft und dann waren wir am Strand.

 

Da gibt es so die üblichen "Tauben" und sonst gibt es hier noch viele Kakadus. Für Winter ist es noch recht warm und jetzt sitzen wir bereits am Feuer und trinken Wein. Ist ja bereits 17 Uhr hier.

Also, einen wunderschönen Tag euch :)

Montag, 17. Juni 2013

Die Reise

Abfahrt von Graz (17.06.)



06:00: Aufstehen
07:30: Frühstück bei McDonalds
08:30: Abfahrt nach Wien
12:30: Gepäck aufgegeben (gefühlte 40°C)
21:00 Landung in Dubai (+2h, tatsächliche 35°C, Netz: Etisalat und du)


13:30 (+8h) Landung in Sydney. Sie nehmen mir vierblättrige Kleeblätter ab. Die Säue. 18°C, Regen

Momentaner Aufenthaltsort (19.06. 16:30 Ortszeit): In der Nähe von Wollongong

Sonntag, 16. Juni 2013

Abschiede

Hallo ihr Lieben,

Morgen ist es soweit. Morgen fliege ich ins geplante Ungewisse.
Ich bin reichlich nervös deswegen. Meine Mitbewohner können davon schon ein Lied singen. Still sitzen? Fehlanzeige. Ich dachte eigentlich immer, so schnell bringt mich so etwas nicht aus der Ruhe. Alles ganz entspannt und locker. Fehlanzeige.

Die letzte Woche, die ich hier verbracht habe, bestand aus packen, planen, über den Haufen werfen und von vorne anfangen. Schlafen ist momentan sehr nervenaufreibend, da die Gedanken sich dann in den Träumen fest krallen und die Nervosität sich kaum legt. Einfach hatte man es mit mir nicht. Ständige auf und ab Geherei. Durch den Wohnbereich, auf den Balkon, wieder rein. Ab ins Zimmer. Zwei Minuten still sitzen, das Gleiche von vorne. Um zu zitieren: "Sarah schiebt voll den Psycho". Dialekt bitte einfach dazu denken ;)

Ganz wichtig bei so einer Reise ist das Abschiednehmen. Gestern war es dann so weit. Meine Familie und meine Freunde haben mit mir im Garten gegrillt. Der Wettergott hat es sehr gut mit uns gemeint und wir hatten es zwar schwül, aber sehr sehr schön.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal bei allen ganz herzlich bedanken, dass ihr gekommen seid. Ich hab mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Das Zusammensitzen unten und später die Gespräche oben. Es war mir sehr wichtig, dass ich euch alle noch einmal beieinander habe und der Tag heute wird noch Katastrophe werden, da noch mehr Abschiede anstehen. Gestern hab ich nur dank ein bisschen Trinken mich zusammen reißen können und weil mir jeder weinen verboten hat. ;)

Also ganz, ganz herzlichen Dank an alle. An alle, die mich die letzten Jahre begleitet haben, die mir die letzten Wochen Kraft gegeben haben und an alle, von denen ich mich in letzter Zeit verabschiedet habe.

DANKE!

Montag, 27. Mai 2013

Die Nächte sind gezählt...

... und die Tage sowieso.

Hallo Leute! 

Jetzt geht es mit Riesensprüngen der Reise entgegen und ich schwanke zwischen Freude und Panikattacken. Eben gerade habe ich mein Zimmer bestätigt.
Doch von Anfang an. Ich kann nun wieder ein paar Punkte meiner Liste von zuletzt streichen. Ich habe mein Zimmer hier in Graz erfolgreich verlängert. Das Einzige, was noch zu tun ist, ist eine Bestätigung des Auslandaufenthaltes zu bekommen. Aber da muss ich mein Heim noch etwas vertrösten, da ich ja noch nicht im Ausland bin. Also Punkt eins: Abgehakt.
Punkt zwei. Wohnheim unten. Ja, am Freitag kam endlich die Bestätigung, dass ich den Heimplatz bekomme. Kleiner Schock - wohl bemerkt aber schon bekannt davor - 1.400 Australische Dollar waren fällig. Ich habe das ja schon zuvor geahnt, dennoch ist die Zahl gigantisch. Das sind umgerechnet 1.041,17 Euro. Also nicht gerade wenig, aber dafür habe ich ja gearbeitet. Das ist bezahlt. Für all diejenigen unter euch, die selbst mal nach Australien wollen und dort Rechnungen zu zahlen haben, empfehle ich diese Seite:

https://paypaperbills.postbillpay.com.au/postbillpay/Default.aspx

Die entsprechenden Daten bekommt man mit der Rechnung immer zugeschickt. Es geht sehr einfach und ist zuverlässig. Bis jetzt hatte ich noch keinerlei Probleme damit. Habe ja eben gerade auch meinen Betrag überwiesen.
Danach folgte noch eine weitere Bestätigung auf der Seite des zukünftigen Heimes. Viel ausfüllen, aber das geht recht schnell. Wichtig ist, dass beim Wright College sowohl eine Bestätigung, dass man den Platz annimmt, als auch die Bezahlung eingehen. In der entsprechenden Mail wird auch noch ein Datum angekündigt, bis wann das erledigt werden sein soll. Eine Woche nach Erhalt der Email. Also machbar. Es waren noch einige Paragraphen zu lesen. Unter anderem: Man darf keinen Alkohol trinken.
Okay, Scherz. Darf man schon, aber es gibt tatsächlich Plätze in dem College, in dem es verboten ist. Daran muss man sich halten. Zusätzlich sollen auch noch alle elektronischen Geräte, die man mitbringt, tauglich für unten sein. Nun denn...

Punkt drei: Der Vorausbescheid. Das hat ein Weilchen gedauert, aber mit viel hin und her Gerenne habe ich ihn bekommen. Mir wird alles angerechnet werden, was ich möchte. Hier empfehle ich wirklich, fangt zwei, drei Monate vorher an. Unser Dekanat hat nur einmal die Woche offen und das dauert alles ein wenig. Aber, ich habe die Bestätigung und sie gleich weiter ans BIB (Büro für internationale Beziehungen) weitergeleitet. Damit ist auch das alles erledigt. 
Im Übrigen, ich hatte ja erwähnt, dass ich ein Stipendium erworben habe. Das Geld wurde mir bereits überwiesen.

So, so viel hier zu, dass ihr wisst, wie es momentan aussieht. Der Countdown läuft weiter und bald bekommt ihr kein trockenes Blabla mehr, sondern die ersten Bilder. Ich freue mich schon und ich hoffe, ihr auch.

Eure Sarah

Donnerstag, 2. Mai 2013

Zwei, drei Sprünge und ich bin da, aber davor... warten!

Hallo ihr Lieben,

In der letzten Zeit ist so einiges passiert. 
Ich habe mittlerweile ein Visum. Es war im Grunde nur halb so schwer, wie ich gedacht habe. Die Welt des Internets ist ja doch oft sehr hilfreich und daher musste ich schlussendlich nur ein Formular (mal wieder) ausfüllen. Das ging allerdings erst, nachdem mir die UNE die Rückbestätigung gegeben hatte, dass alles passt. Dafür hatte ich ja das letzte Mal die Formulare bekommen. Nun. Es war einiges auszufüllen und ich dachte mir, das würde nie ein Ende finden. Habe ich vor in Krankenhäuser zu gehen oder Diebstähle zu machen? Ja, klar. Immer! Oh, Moment. 
Es waren jedenfalls solche Fragen. Und davon viele. Aber irgendwann war auch die letzte Frage gestellt, das übliche: 'Sind sie sich ganz, ganz, ganz sicher, dass Sie alles korrekt ausgefüllt haben???' kam und einen Klick weiter... hatte ich das Visum. Ich war ganz baff und habe es nicht glauben können. Aber, es ging wirklich so schnell. Bekam am nächsten Tag noch eine Bestätigungsnachricht und muss mir seitdem keine Gedanken mehr drum machen.

So, was ist noch alles in der Zwischenzeit passiert? Viele Prüfungen. Die haben mich auch ein wenig hier vom Schreiben abgehalten. 
Sonst habe ich mein Zimmer beantragt und warte, mal wieder, nur auf eine Bestätigung. Die Studentin, die bereits unten ist, hat mir gesagt, dass ich ihr Zimmer übernehmen könnte und Dinge, die sie bereits dort hat. Ich hoffe, dass das alles klappt :) Ein Fahrrad kann ich auch von ihr erwerben und was sie mir so alles von Australien erzählt, da freu ich mich schon sehr darauf. Nur noch eineinhalb Monate!
Einen Antrag auf Stipendium für die vier Monate habe ich auch gestellt. Es war schlichtwegs einfach ein Formular ausfüllen (und ich dachte, ich müsste erst einen Antrag stellen, aber anscheinend musste ich es nur annehmen) und eine Meldebestätigung zusätzlich abgeben.
Das BIB (Büro für internationale Beziehungen) bekommt dann innerhalb der nächsten zwei Wochen auch noch einen Vorausbescheid (dieser besagt, dass das, was ich unten studiere, auch höchstwahrscheinlich hier angerechnet wird), der mir hier noch einige graue Haare verursacht hatte. Meine erste Wahl war nicht so wirklich das, was hier anrechenbar ist. Also neuer Versuch. Dann noch Kontakt mit der UNE aufnehmen, ob das auch ja klappt und die sagten, ja, solange man eben den Abschluss des Bachelors hat, sollte nicht mehr viel dagegen sprechen. Sprich, es war ein Gerenne zwischen Pontius und Pilatus. Jetzt brauch ich nur noch die Unterschrift und dann kann ich es abgeben.

Ansonsten? Ich beginne mein Zimmer hier auszuräumen und es ist äußerst erstaunlich, was sich so in vier Jahren ansammelt. Auf das Wiedereinräumen freu ich mich so gar nicht. Im Übrigen muss ich auch hier wieder auf eine Zimmerbestätigung warten, dass ich im November auch wieder eine Unterkunft habe.

Ja, ich glaube, soweit habe ich euch auf den neuesten Stand gebracht. Ich werde euch dann wieder die nächsten Neuigkeiten bringen, wenn ein paar Sachen erledigt sind:

  • Heim unten
  • Heim hier
  • Vorausbescheid
  • Zimmer geleert
  • Abschiedsparty
  • KOFFER PACKEN!

Das sind so die nächsten Punkte, die vor Australien noch gemacht werden müssen.

Eine schöne Woche euch,

eure Sarah

Montag, 18. März 2013

Ein Schritt nach dem anderen

Hi,

Ich habe in der Zwischenzeit ein paar Kleinigkeiten erledigt. Ich habe mich mit der Hilfe meiner Eltern mit Familienfreunden in Verbindung gesetzt. Meine ersten Tage in Sydney stehen also bereits unter einem guten Stern, da alte Bekannte mich aufnehmen und mir die Gegend ein wenig zeigen werden. Sie wohnen etwas südlich von Sydney und haben mir zugesichert, dass sie mich vom Flughafen abholen werden. Ich hoffe nur, die Flugdaten, die ich bekommen habe, sind bereits immer Ortsgebunden. Nicht, dass ich ihnen sage, ich komme um 22:00 an, wenn ich dann eigentlich erst am nächsten Tag ankomme. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist, beziehungsweise, wenn ich noch so ein, zwei Wochen Zeit habe, ehe ich fliege.
Neben dieser Kontaktaufnahme habe ich es jetzt auch endgültig endgültig (ja, extra zweimal!) besiegelt, dass ich auf der UNE studieren werde.
Ich habe einen International Offer Guide bekommen, der ungefähr zwei Dutzend Seiten umfässt, ein Drittel davon nur Formulare. Die sorgten für etwas Verwirrung und haben mich das Wochenende über beschäftigt. Aber dazu gleich mehr. Während ich so diese Blätter durchgelesen habe, sind mir ein paar (ich weiß nicht, ob amüsant so das richtige Wort dafür ist) Sachen aufgefallen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Neben den ganzen Regeln (dieses und jenes ist zu tun, du musst diese Formulare zurück schicken), Informationen (was gibt es so alles bei der Universität, was ist zu beachten, wo musst du wann sein, wenn du studierst), waren auch Informationen zu gewissen 'Umständen' dabei. Welche Gründe müssen vorliegen, dass ich nicht studiere? Jetzt mal abgesehen von Sachen, die ich verbocke, waren auch höhere Mächte aufgelistet, wie folgt:

  • Schwere Krankheiten und Unfälle
  • Todesfall in der Familie (aber dann bitte mit Sterbeurkunde beweisen)
  • Politische Probleme oder Naturkatastrophen, die meine Heimreise verlangen (ob eine Wiederwahl der rechten Fraktion in Kärnten als sowas zählen würde? Ich glaube eher nicht)
  • Traumatische Erfahrungen, wie Augenzeugin oder Beteiligte eines Unfalls oder Verbrechens zu sein.
Ich verstehe ja, dass so etwas aufgelistet wird, aber etwas überrascht hat es mich trotzdem. An so etwas will man gar nicht denken!

Nun, nachdem ich alles durchgelesen hatte, begab ich mich dazu, die wichtigen Formulare auszufüllen.
Formulare für:
  • Annahme des Studienplatzes
  • Bezahlung der OSHC (Oversea Students Health Care, also eine Gesundheitsversicherung)
  • Bestätigung für die Immatrikulation, welche ich für mein Visum brauchen werde.
Einmal durch den Formularwald durchgewuselt, war es schlussendlich nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Für die Bezahlung gibt es mehrere Möglichkeiten. Kreditkarte, Check oder Überweisung. Ich hab mich für Ersteres entschieden. Sonst war eigentlich nur noch zu beachten, wo man sein Visum beantragt, was für etwas Verwirrung gesorgt hat, aber schlussendlich habe ich nach Kontaktaufnahme mit der Botschaft aus London die Antwort bekommen, ich solle mich einfach an die Australische Botschaft in Wien wenden. Ich hoffe allerdings, dass ich ganz einfach das Visum online beantragen kann, da ich schon von ein paar Leuten gehört habe, dass sie es dort gemacht haben und es in meinem Ratgeber, den ich von der UNE bekommen habe, auch als Möglichkeit aufgelistet wird.
Damit ist auch schon der erste Punkt auf der Liste abgehakt, den der Ratgeber mir vorschreibt. Bei Neuigkeiten werde ich mich hier wieder melden.

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag, Abend, Nacht oder Morgen.

Sarah

Samstag, 16. März 2013

Die ersten Schritte

Hallo, meine Lieben!

Jetzt ist es schon sehr lange her, dass ich meinen Eröffnungspost geschrieben habe. Aber jetzt wird es wohl öfters was geben, was ich euch erzählen kann.
Doch der Reihe nach.
Was ist bis jetzt geschehen? Nun, ich habe die gewünschten Unterlagen abgegeben, dass sich die UNE sich mal gründlich überlegen kann, ob sie mich überhaupt nimmt. Darunter waren eben der Pass, ein so genannter 'Transcript of Records' (welche Prüfungen ich bereits erledigt habe, Studienfortschritt), meine belegten Fächer, die ich im Wintersemester besucht habe und ein 'Englischnachweis'. Das war ein Zettel, den mir einer meiner Professoren (lustigerweise selber Australier) unterschrieben hat. Das ist schon mal ein großes Plus für Armidale, dass sie keinen TOEFL (Englisch Nachweis) verlangen.
Nun, das habe ich im Januar eingereicht und dann ging das Gezittere los. Was, wenn die Uni mich jetzt doch nicht annimmt? Was, wenn die Aufregung komplett umsonst war? Der Februar kam und ging und dann kam am 7.3.2013 die erlösende Mail:

Ich. Bin. Angenommen!

Meine Freude war entsprechend groß, weil die Zweifel ja doch immer etwas lästig waren. Und nun geht es ans endgültige organisieren. Ich habe Kontakt mit der Kollegin aufgenommen, die bereits nach Armidale geflogen ist. 
Sie weiß nicht, worauf sie sich eingelassen hat, weil sie nun sehr oft sehr viele Fragen bekommen wird. Aber eines ist schon sicher: Sie wird mir ihr Zimmer überlassen, was schon mal eine sehr große Erleichterung ist.

Heute, dem 16.3., hat meine Mutter den Flug nach Armidale gebucht. In genau drei Monaten und einem Tag geht es los. Ich habe jetzt schon ziemliche Panik.

So, was ist demnächst alles zu tun?

  • Visum - Anfragen und hoffentlich bekommen
  • Wright Village (mein zukünftiges Zuhause) - Bewerben und angenommen werden
  • Viel Geld zahlen (für die Gesundheitsversicherung, das Visum, den Flug, das Zimmer und und und)
  • Für das Stipendium anfragen
  • Alles ausfüllen, was die UNE mir vorlegt
Ja, das so mal im Groben.
Ihr werdet jetzt demnächst wohl öfters von mir hören mit all den kleinen Fortschritten und Gedanken.

Eure,

Sarah