Sonntag, 18. Januar 2015

Wehrversammlung - Akademikerball

Eine Kleinigkeit noch zur gestrigen Wehrversammlung. Die Bilder könnt ihr HIER finden. Bin auf einigen - dieses Mal gut ersichtlich - dabei.

So, und nun zu dem Teil, weshalb ich innerhalb so kurzer Zeit noch einen Post verfasse. Der Akademikerball. Auf Grund der angekündigten Demonstrationen wurden vermehrt Kräfte zum Schutz der Besucher angefordert. Mehr Polizei (viel mehr), mehr Rettung und mehr Feuerwehr. Wir waren zu viert. Und jetzt stellt euch folgende Situation vor:

Der Akademikerball ist als 'rechter' Ball verschrien, wegen der Burschenschaftler. Aber sind Akademiker nicht genauso links? Mittig? Und dann kommen ein paar Hirnbefreite - sorry, ist meine Meinung, werde ich gleich erklären - Demonstranten (vermutlich extrem links) und demonstrieren. Und wir mitten drin. Vorgabe für Ball im Congress: D1. Sprich unsere Ausgehuniform. Sprich... unsere braune Ausgehuniform. Na, klingelts? Wir haben unser Auto weiter wegparken müssen, da die Polizei selbst (!) ihre Autos von der Schmiedgasse weggebracht hat, auf Grund der sehr reellen Gefahr, dass die Einsatzfahrzeuge angezündet werden (langsam macht das mit Hirnbefreit Sinn, oder?). Wir haben unsere Uniform unter der Einsatzuniform verborgen, damit wir sicher an der Demonstration vorbei kommen. Denn braune Uniformen bei Demonstrationen gegen Rechte... nun, nicht sonderlich geschickt.

Nun, die Polizei war in Hundertschaften vorhanden. Zu recht. Wir haben Bilder von den Demos gesehen und Ausläufer bei der Anfahrt selbst gespürt. So viele Polizeiautos auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen. Auto neben Auto neben Auto und dergleichen. Kräfte aus Kärnten waren auf jeden Fall dabei.

Mit all diesem Wissen sind wir dann in der Sicherheit des Congress' gewesen und dann hört man, dass außen die Mistkübel brennen, dass Gäste attackiert (!!!) werden und einer nach dem anderen abgeführt werden?

Also bitte... Man kann über den Akademikerball sagen, was man will. Sei jedem freigestellt die Meinung. Aber solche Aktionen? Brutal gegen andere Mitmenschen werden? Nein... ist nicht in Ordnung. 
Das geht zu weit.

Um nur einen der unzähligen Artikel, die momentan im Internet kursieren, aufzuzeigen... Bitte, bildet euch euer eigenes Bild. 

Freitag, 16. Januar 2015

Jahresbeginn 2015

Das Jahr beginnt schon aufregend. Die ersten Arbeitstage sind erledigt und auch feuerwehrtechnisch ist einiges voran gegangen. Ich war mit ein paar Kameraden beim Ball der Freiwilligen Feuerwehr Gössendorf. (Bilder findet ihr HIER. Ich kann euch garantieren, ich bin theoretisch auch mit drauf :D, Bild Nummer 43 wäre so ein Fall, gut verdeckt)

Tja und ansonsten? Viel passiert ist, aber hauptsächlich Kleinigkeiten, die hier den Rahmen sprengen würden. Zum Beispiel den Laborputz haben wir erledigt und Kristallviolett ist ein wahrer Hund.


Viel beim Umbau war ich natürlich dabei (vor Weihnachten hab ich mich zum Maler 'schulen' lassen und jetzt bin ich dann ein wenig zu den Elektrikern gewechselt, als Nächstes kommt der Bodenlegerkurs).


Am Freitag den 16.01.2015 (also heute) war dann noch die Wehrversammlung, bei der ich zum Feuerwehrmann (Dienstgrad!) befördert wurde und zuvor wurden Geschenke verpackt:


Zusätzlich habe ich in dieser Woche noch einen Feuerwehrsanitäter-Kurs absolviert und darf mich jetzt einen solchen nennen.
Tja, alles in allem... zwei erste aufregende Wochen dieses Jahr!

Oh, und ein kleines Update zum Lesewettbewerb:

Das erste Buch (Loki Laufeyson) habe ich schon beendet und Der fünfte Patient ist demnächst auch fertig. 2 von 50 Büchern dementsprechend: erledigt!

Donnerstag, 1. Januar 2015

Frohes, neues Jahr 2015!

Ich wünsche euch allen ein frohes, neues, gesundes, glückliches Jahr! Hoffentlich seid ihr alle gut hinein gerutscht?

Ich selbst hatte einen sehr gemütlichen Dienst mit meinen Kameraden von der Feuerwehr. Zu siebt haben wir die Süd unsicher gemacht. Gemütlich Brötchen gegessen (danke noch mal an meinen Zugskommandanten ;) ), still gewesen, wenn ein Gong kam, ist der für uns? Und dann weiter gegessen und geratscht sowie Videos angesehen. 



Kurz vor Mitternacht gab es zwischen meiner Kameradin und mir eine Schneeballschlacht in voller Montur und dann kamen die Jungs zu uns und wir haben mit Kindersekt (niemals Alkohol im Dienst!) hineingefeiert. Ein zünftiger Walzer und die Frage nach den Neujahresvorsätzen später ging es dann ins provisorische Lager.
Um zwei Uhr saßen wir alle im Bett (beziehungsweise im anderen Raum waren sie schon fast zur Tür draußen), da das Licht anging und die Durchsage kam. Aber... nicht für uns.

Um neun Uhr waren wir abfahrbereit und es ging zurück in unsere Wache - wegen Umbau geschlossen - und nach einer Runde Neujahrslaufen im komplett ruhigen Graz (das erlebt man sonst nur Nachts, dass gar nichts los ist) wars das dann auch mit der Aufregung des Tages

Und was wäre ein Silvester ohne Neujahresvorsätze?

Der Wichtigste ist auf jeden Fall: Weniger private Action als 2014. Job und Wohnung sollen schön dieselben bleiben :D
Ich möchte gut in meiner Doktorarbeit voran kommen, mein Hobby (Feuerwehr) gut ausleben können und folgende Challenge gegen meine beste Freundin antreten:




 Sie hat sie akzeptiert und ich bin mal gespannt, wer sie als Erstes geschafft hat!

Auf ein gutes, spannendes 2015!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

Ich habe die letzten Tage sehr viel Zeit zum Nachdenken gehabt beziehungsweise, Jahresende, wer wird da nicht etwas melancholisch? Es ist der 24. Dezember 2014 und um sieben Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Da habe ich dann einfach mal beschlossen: Ein Jahr und ein Monat seit meinem letzten Eintrag sind genug Zeit, um neue Dinge zu erleben und sie jetzt endlich mal niederzuschreiben. Gerade eben habe ich - endlich! - Australien in Blogform abgeschlossen und werde euch jetzt einen - etwas wohl längeren - Überblick über mein Jahr 2014 geben:

Wie ich bereits im letzten Blog gesagt habe, Ende 2013 fing meine Masterarbeit an. Rückblickend ist die Zeit irrsinnig schnell vergangen, da ich sie zu diesem Zeitpunkt längst abgegeben habe und an meiner Doktorarbeit sitze. Doch der Reihe nach:

Was ist dieses Jahr alles passiert? 

Als ich zurück war, hatte ich endlich meine kleinen, süßen Meerschweinchen wieder. Reni und Elma. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres war ich mit ihnen beim Tierarzt, da Elma sich einen Zahn abgebrochen hatte (ganz normal bei den Tieren, die wachsen nach). Da stellte der Tierarzt Knötchen bei Reni fest. Die Kleine wurde umgehend in Behandlung gegeben und mehrfach täglich bekam sie von mir Cortison, damit so der Tumor nicht weiterwuchs. Eine kleine Operation und eine Untersuchung des Gewebes später wusste ich, dass es wirklich Krebs war. Das Cortison half nur wenig und im März habe ich Reni einschläfern lassen.
Elma war nun alleine und Meerschweinchen sind Gruppentiere. Nach einigem Hin und Her holte ich mir ein kastriertes Männchen aus dem Tierheim (kauft niemals welche im Geschäft, holt sie lieber aus dem Heim!). Er trug zu diesem Zeitpunkt den Namen Rüdiger. Ganz so begeistert war ich von der Namenswahl nicht und nach vielen Überlegegungen tuafte ich ihn schließlich Galileo. Er war ein halbes Jahr alt und winzig, ist aber mittlerweile ausgewachsen und versteht sich mit Elma sehr gut.


Ende Februar habe ich Australien immer noch vermisst und ich brauchte ein neues Hobby. Der Vorteil zu meinem Heim: Die Freiwillige Feuerwehr der Landeshauptstadt Graz ist zweimal Umfallen von mir entfernt. Ich bin den letzten Sonntag im Monat dann zweimal umgefallen und habe damit die beste Schnapsidee meines bisherigen Lebens gehabt. Die FF Graz führte zu diesem Zeitpunkt eine Zugsübung durch, bei der ich zuschauen durfte.

Und damit ging es Schlag auf Schlag. Montag holte ich meine Papiere und Freitag war schon die Wehrversammlung, bei der ich feierlich angelobt wurde. Im April hatte ich meine Grundausbildung und den Funkgrundkurs und seitdem ist irrsinnig viel passiert. Vieles könnt ihr auf der Homepage 'meiner' Feuerwehr nachlesen, vieles nicht.
Ich habe seit diesem Zeitpunkt meine ersten Einsätze absolviert, habe eine Geheimübung in meinem Heim mit organisiert, habe viele tolle Kameraden und auch Freunde fürs Leben gefunden. Ich war bei Brandsicherheitswachen dabei und habe Showacts wie Stermann und Grissemann kennen gelernt, war in Zirkussen, bei Kartraces, habe mit meinen Kameraden meinen Urlaub in Kroatien verbracht und und und.


Ich habe sehr viel Zeit in die Feuerwehr gesteckt und bereue keine Minute. Ich habe so viel mitgenommen bis jetzt und werde noch viel mehr lernen (hey, wer lernt schon, wie man Stemmen kann, was Tiefengrundierung ist und wie man am besten eine Fahrzeughalle ausmalt? Okay, das lernen viele, aber ich wäre nie dazu gekommen, wenn wir nicht die Wache umbauen würden). Oft kenne ich kein anderes Thema mehr als die Feuerwehr und ein klein wenig muss ich mich bei meinen Freunden und meiner Familie außerhalb entschuldigen, dass ich so viel darüber berichte, aber wenn wo das Herzblut drinsteckt... :)

Doch genug davon. Das war nicht die einzige große Veränderung in meinem Leben. Über den Sommer habe ich meine Masterarbeit zusammengeschrieben und dann war es Mitte September soweit: Der große Abschluss. Am Donnerstag, den 18.09.2014 sollte ich meine Prüfung machen. Den Freitag davor war ich mit meiner Schwester Outfit shoppen, habe über das Wochenende ein Hochwasser bekämpft und Aufsteiern als Brandsicherheitswache gehabt (jetzt aber fast genug mit der Feuerwehr!) und Montag gelernt, schließlich sollte ich Dienstag mein Vorstellungsgespräch bei meinem jetztigen Chef haben und Donnerstag die Verteidigung.

Jaaaa... klingt schön und einfach, oder? 

Klingt es wirklich...


Hier möchte ich auch ein wenig mit den Gerüchten aufräumen, dass ich mir den Fuß gebrochen hatte. Nein, hatte ich nicht. Es war 'nur' ein Bänderriss. Ob gerissen oder angerissen, das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass mein Fuß aufs doppelte angeschwollen war und ich eine Woche auf Krücken und Wochen nachher noch mit Minischiene herumgelaufen bin.

Die Prüfung hätte ich im Sitzen machen dürfen (mein Betreuer noch angekündigt, er hofft, er erwischt mich nicht auf dem falschen Fuß), aber stur wie ich bin, Schiene auf den Stuhl, Hände in den Krücken, und Sarah steht die gesamte Prüfung und sitzt den restlichen Tag beim Feiern. 
Es war ein wunderschöner Tag und ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die an mich gedacht haben oder mit mir mit gefeiert haben!

So, nachdem offensichtlich ist, dass ich meine Prüfung bestanden habe, kam der noch stressigere Teil (was kann noch stressiger sein, als eine Abschlussprüfung? Als der Abschluss eines Studiums???).
Tja, ich musste aus dem Heim raus. Nach sechs Jahren war der 30.09.2014 mein letzter Tag in den trauten Wänden und es ging für zwei Wochen nach Kärnten, wo mich auch meine beste Freundin Louisa besuchte. An ihrem letzten Tag bei mir kam eine etwas schockierende Mail:
Die Wohnung, die ich zu diesem Zeitpunkt haben wollte... Sie war weitervermietet worden. Toll. Job beginnt in einer Woche, ich habe nur eine Übergangswohnung (danke Anna! - aus der Schule, nicht Australien) und keine Wohnung in Aussicht.
Mit Hilfe eines Maklers und meiner eigenen Recherche habe ich dann meine perfekte Dachgeschosswohnung gefunden und den Vertrag habe ich sehr, sehr schnell unterschrieben :D

Und wie ging es weiter? Stress pur, die Wohnung gehörte eingerichtet (an Halloween, und meine Möbel kamen statt bis spätestens 18 Uhr um 20 Uhr, uh, da war ich böse), in den Job eingelebt (ich bin immer noch in Graz auf der technischen Universität, aber angestellt über Leoben) und all meine Sachen wiedergeholt (ich glaube, ich hab immer noch Sachen in Graz verteilt).
Damit gingen Oktober (erster Arbeitstag dann auch noch Tag der Sponsion) und November irrsinnig schnell vorbei und haste nicht gesehen war schon Advent.



Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber durch die fast frühlinghaften Temperaturen und all die Aufregung, die ich dieses Jahr hatte... Es ist irgendwie nicht zu glauben, dass heute Weihnachten ist. Aber so besonders, wie es als Kind war, wird es erst mit eigenen Kindern werden. Heute ist es auf eine andere Art besonders:

Ich habe ein wundervolles Jahr 2014 gehabt und so viel erlebt. Mein ganzes Leben mehr oder minder umgekrempelt (neues Hobby, neue Stelle, neue Wohnung). Es gab Höhen und Tiefen dieses Jahr, aber ich bin sehr, sehr glücklich, wie es jetzt ist. Gespannt schaue ich auf 2015 und wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Letzte Worte zu 2013

Lange habe ich nichts mehr in meinem Block geschrieben. Ich weiß. Es hätte so viel noch zu erzählen gegeben, aber irgendwie... ich bin nie dazu gekommen. Daher gebe ich euch jetzt noch eine Zusammenfassung, zu den letzten Tagen in Australien/Tasmanien.

Wie ihr euch erinnert, war ich mit Anna in Tasmanien. Es war kalt, nass, regnerisch, dennoch hatten wir unseren Spaß!
Die letzten Tage haben wir uns zwei Touren gegönnt. Einerseits sind wir zu Port Arthur gefahren, eine heimgesuchte Gefängnisstadt:





Allein über Port Arthur gäbe es immer noch viele, viele Geschichten zu berichten, aber ich fasse es euch kurz zusammen:

Es war eine Gefängnisstadt. Umgeben von Wäldern und das Gefängnis direkt am Meer. Die Gefangenen wurden die ganze Zeit von den normalen Bewohnern und ihren Familien beobachtet, da es in einem winzigen Tal stand, während auf den Hügeln herum die Häuser waren. Das dazugehörige Krankenhaus wurde von Gefangenen selbst betreut und es kam durchaus vor, dass dem einen Patienten die Mullbinde abgenommen wurde und dem nächsten draufgedrückt. 
Es gibt eine Psychatrie und einen Dunkelraum. Winzig klein, man kann gerade darin liegen. Kein Tageslicht und drei Türen wurden verschlossen, stockdunkel. Die heutigen Guides sperren sich aus Jux gegenseitig ein, wer es am längsten aushält. Maximal sieben Stunden und dann waren sie selbst schon gaga.
Damals als Strafe wurden Gefangene dort oft tagelang festgehalten. Bekamen nur Wasser und Brot und sonst nichts. Kein Licht, keine Kontakte.
Es gibt viele weitere solche Geschichten und irgendwann wurde Port Arthur aufgegeben und die Gefangenen begannen Guides zu spielen. Hatten grausame Narben und Verstümmelungen, aber seit dem läuft das Geschäft gut. 
Es ist nicht sicher, wie viele Menschen dort gestorben sind, aber die ganze Ortschaft, die immer noch bewohnt aussieht, wird heimgesucht und jeder hat so seine Geistergeschichte. Besonders die alte Post soll besonders beliebt für Gespenster sein.

Des Weiteren haben wir eine Tour gemacht, bei der wir einige Buchten angesehen haben. Unter anderem Whine Glass Bay. 




 
Welches den Namen einerseits wegen der Form hat und andererseits, weil vor vielen, vielen Jahren viele Wale dort getötet wurden und sich das Meer rot gefärbt hat (Blut, Rot, Rotwein, AH!).

Das war auch gleichzeitig unser letzter Tag in Tasmanien und es ging zurück nach Sydney (Himmel, an den Flug erinnere ich mich noch lebhaft. Unbequeme Sitze, viel zu früh aus den Betten und der erste Landeanflug wurde abgebrochen. Der Zweite... Ich dachte, das wäre es. Das Flugzeug kam erst mit dem linken Rad auf, ehe das rechte aufkam und dann beide endlich... brrr. Und am Flughafen schwankte es, dass jedem Seemann schlecht geworden wäre).

Tja und dann waren wir noch drei Tage in Sydney. Das war die Zeit der großen Buschbrände letztes Jahr und Sydneys Himmel war verfärbt. Anna und ich haben wieder Julia getroffen und ein paar Bekannte vom Great Barrier Reef. Haben eine Tour durch die Bucht mit dem Schiff gemacht und den letzten Abend mit einer kleinen Pub-Tour ausklingen lassen (unter anderem ein Irish Pub mit Transen-Karaoke).

Unter vielen Tränen ging es am 31.10.2013 dann wieder zurück. Meine Familie hat sich mehr gefreut als ich. Ich wollte nach null Schlaf von Sydney-Wien-Graz-Kärnten nur noch schlafen und Australien vermissen.

Tja, das waren die letzten Tage Australiens. Ich vermisse es bis heute!

Was war 2013 sonst noch los? Nun, nach einem fürchterlichen Jetlag ging es zurück nach Graz (wie langweilig mir die Stadt nach all den Abenteuern vorkam!) und es ging gleich mal los mit dem Heimfest im Schönbrunnheim (allen Grazern sehr ans Herz zu legen ;) ). Ich war wieder im Heim unter meinen Leuten und kam nach und nach an. Im Dezember hatte ich dann auch endlich wieder was zu tun (ein Monat nichtstun kann sehr langweilig sein) und begann mit meiner Masterarbeit.

Sonntag, 24. November 2013

Tasmanien - Hobart - Teil II

So, jetzt habe ich das erste Video über Tasmanien endlich fertig editiert. Da kann ich euch endlich auch über den großen Markt in Hobart berichten.

Samstag, 26.10.2013:

Jeden Samstag findet auf dem 'Salamanca Place' der gleichnamige Markt statt. So ziemlich jeder, dem wir begegnet sind und dem wir erzählt haben, dass wir nach Tasmanien fliegen, hat uns ans Herz gelegt, uns den Markt anzusehen, sofern wir Samstags da sind. Waren wir ja offensichtlich und es ist wirklich ein Highlight. Wir kannten den Platz schon von den Marktfreien Tagen und da war es für mich doch etwas überraschend, wie voll die Straße dann mit Ständen war. Der ganze Platz ist ja nicht gerade klein und erstreckt sich locker über zweihundert Meter (wahrscheinlich sogar viel mehr) und da stehen in zwei Reihen Stände eng aneinander gepresst. Und was es da nicht alles gab. Ein Marktstand nur mit Vintage Schildern. Einer mit keltischem Schmuck. Hüte, Taschen, Boot, Türknäufe und und und. In dem kleinen Park vor dem Markt fand auch eine Auktion statt (jedenfalls ist das meine Vermutung). Haufenweise Oldtimer standen da und wurden begutachtet. Es gab übrigens auch so einige gelbe Autos. Annas und mein Arm ... nun, die waren blau geschlagen.



Was mir auch noch gut gefallen hat, war, dass da mitten auf dem Platz ein Backofen-Stand war, auf dem frische Pizza zubereitet wurde, oder eben der Dudelsackspieler, der da auf einer Seitenstraße stand und sich die Seele aus dem Leib gedudelt hat. Hätten noch ein paar mittelalterliche Kleider gefehlt und man hätte schön dazu tanzen können. Ein kleines Mädchen stand auch begeistert daneben und klopfte mit dem Fuß den Takt dazu, ehe es dann doch mal lieber wieder zu den Eltern verschwand.

Den Rest des Tages verbrachten Anna und ich, wie gute Frauen das nun mal tun, mit Shoppen :) Man musste sich ja mental auf Sonntag und Montag vorbereiten, nicht wahr?

Donnerstag, 21. November 2013

Tasmanien - Hobart - Teil I

Mittlerweile bin ich schon drei Wochen wieder in Österreich, wie die meisten von euch wahrscheinlich eh schon wissen. Bitte entschuldigt, dass ich über die letzten Tage in Australien bis jetzt nicht berichtet habe. Das hole ich jetzt nach. Anfangs hatte ich einfach kein Internet, dann noch Jetlag und dann konnte ich mich einfach nicht dazu überwinden, dieses Kapitel abzuschließen. Ich vermisse Australien einfach und dann die - vorerst - letzten Zeilen zu schreiben, das fällt mir sehr schwer.

Dienstag - 22.10.2013:

Wie gesagt. Anna und ich haben die früheste Fähre genommen, da es beim Buchen ein paar Missverständnisse gab und so waren wir schon sehr früh - und noch etwas gut drauf vom Vorabend - am Flughafen. Der Flug ging erst gegen Mittag und es dauerte eine Ewigkeit, bis wir endlich in Melbourne waren. Den Flughafen kannten wir ja ungefähr genauso gut wie den in Sydney und haben uns erst mal beim McDoof etwas zu essen geholt. Während die eine holte, rief die andere sie an und schickte Nachbestellungen ein. Man musste ja noch diese oder jene Sauce bitte haben.
Endlich konnten wir dann in unseren Flieger - voll bepackt, im Übrigen - nachdem der Gate noch fünf Mal gewechselt hatte und der Flug erstmal um drei Stunden nach hinten verschoben wurde, nur um eine halbe Stunde später dann doch pünktlich weg zu kommen. Und dann ab in den Süden. Allerdings nicht der Sonne hinterher. Hobart ist im Süd-Osten von Tasmanien:

Google Maps. Bei A ist Hobart.

Wir kamen spätabends an und mit mehr Glück als Verstand fanden wir dann gleich ein Shuttle, das uns zu unserem Hostel brachte. Wir wurden gleich informiert, dass man das Shuttle einfach für den Rückflug anrufen müsste und man würde abgeholt werden. Mit einem Ticket - wehe wir verlieren es. Wollen wir es zusammen? Getrennt? - ging es dann auch schon los. Der Flughafen ist etwas außerhalb von der Stadt und wir bekamen gleich eine kleine Geschichtseinführung. Da wir allerdings reichlich müde waren - war schon ziemlich spät und wir den ganzen Tag unterwegs und nichts geschlafen - haben wir nur mit halbem Ohr zu gehört und eher in die Nacht geschaut. Sehr schön: Ich blick so raus, sehe ein weißes Auto und über den Kofferraum läuft eine Handtellergroße Spinne. Einmal quer drüber. Anna und mir wurde spontan schlecht.

Schließlich kamen wir beim Hostel an. Zum Glück hatten wir früh genug angerufen und Instruktionen bekommen, wie wir an unseren Schlüssel kommen konnten. Dieses Schließfach allerdings wieder zu machen. Das war eine Meisterleistung (wir haben es dann aber geschafft und am nächsten Tag dann auch die Bedienungsanleitung gesehen und gelesen...). Nun, wir also hinein gestolpert, hinauf gestolpert, ins Zimmer gestolpert. Wir hatten Glück, dass wir ein Kissen und eine Decke zur Verfügung gestellt bekommen haben. Rezeption war ja schon zu... Aber Bettwäsche war keine dabei. Aber so müde wie wir waren, war das akzeptabel.

Mittwoch, Donnerstag, Freitag:

Um ehrlich zu sein, wir haben in Tasmanien nur die letzten Tage was gemacht. Die drei Tage haben wir mit durch die Stadt schlendern, shoppen und essen verbracht. Oh, und wir haben ein Kunstmuseum besucht. Mona nennt sich das. Ein Sammelsurium von allen möglichen Sachen, aber da lasse ich lieber die Bilder sprechen: (Danke an Anna, die Bilder sind von ihr)

Um zu Mona zu kommen, fuhr man entweder mit der Fähre oder mit dem Bus. Wir haben die Fähre genommen.
 Auf der Fähre gab es auch etwas Dekoration. Unter anderem diese Schafe oder eben eine Kuh:


Sehr wichtig für die Stadt ist diese Brücke. Davon erfahrt ihr aber mehr in meinem Sonntagsbericht.


Im Mona drin gab es dann mehrere Sachen zu begutachten. Zum Beispiel diese zwei Sandstatuen:


Etwas gruselig waren dann die Grabsteine, die einfach mal so herumlagen:


Ein Porsche - mit Wiener Kennzeichen übrigens - gab es auch zu bewundern. Etwas in die Hefe gegangen, hm?

Tischtennis spielen macht so recht viel Spaß. Ich war natürlich der absolute Pro darin. ;)


Wie sehe die Welt ohne Buchstaben aus?


Jeder Fernseher hatte wirklich ein eigenes Programm
 Wir haben unser persönliches Paradies auch gefunden. Der Raum war hellblau gestrichen und mit rosa Flauscheteppich wellenförmig ausgelegt.


Schön, dass Insekten auch noch Wiederverwendung finden:


Wir glauben, dass bei diesem Trampolin das Ziel war, die großen Glocken an den Ecken zum Läuten zu bringen.
Ich habe es allerdings nicht geschafft.
 Irgendwann sahen wir eine lange Schlange und haben beschlossen uns da auch mal anzustellen. Das war das Ergebnis. Eine dunkle Kammer, gefüllt mit Wasser und dann dieser Galgen auf dem Podest (das Schwarze war wirklich Wasser.)

Parkplätze beim Mona haben auch ihren eigenen Charme.


Einmal der Ausblick vom Mona. Es war richtig, richtig windig und kalt.

Samstag, 26. Oktober 2013

Great Barrier Reef - Die große Entspannung

Freitag - 18.10.2013:

Ich bin vor allen anderen aufgestanden und noch mal zum Tauchzentrum gegangen, um dort unsere temporären Tauchscheine abzuholen. Wir sind ja jetzt offiziell Scuba Diver. Viel zu weit der Weg. Eine Stunde in Affenhitze unterwegs zu sein, das ist Frau nach Armidale ja nicht mehr gewohnt, aber war doch recht entspannend und ich durfte noch mal schnell in den Pool beim Zentrum springen, ehe es wieder zurück ging.
Es war auch Julias letzter Tag und den haben wir eigentlich hauptsächlich entspannt verbracht. Am Pool liegen und nichts wirklich tun. Abends waren wir dann zu viert – Anna, Julia, Carlin und ich – dann wieder im Down Under und haben dort unsere gratis Getränke geschlürft.



Samstag - 19.10.2013 :

Da haben wir dann Julia zur Fähre gebracht und sind wieder zurück ins Hostel, um einen entspannten Pooltag zu haben. Da hab ich dann eine Hamburgerin kennen gelernt, die einen Kumpel besucht, der auf Work and Travel unterwegs in Australien ist. Er hatte sich leider den Knöchel verletzt und war nur noch auf Krücken unterwegs, so dass das Gepäck eben noch bei der Fähre war. Schlussendlich haben wir ihr dann beim Organisieren geholfen und sie konnte Sonntag dann doch noch ans Riff.
Abends haben wir dann ein wunderschönes Feuerwerk am Strand gesehen und uns Wein gegönnt. Richtig böse von uns. Denn öffentliches Trinken ist ja verboten (aber keiner hält sich so wirklich dran. Man zeigt es einfach nicht, dass man was dabei hat).




Sonntag - 20.10.2013 :






Ich war schon sehr früh munter (um zwei, um genau zu sein… Wir hatten nämlich im Zimmer seit dieser Nacht zwei Briten und einer hatte sich einen Aufriss mit ins Zimmer genommen und ich bin schließlich um sechs aus dem Zimmer geflohen, da die beiden wieder munter wurden) und bin zum Hafen gegangen. Ich finde es recht spannend und beruhigend Schiffe zu beobachten und wie so langsam die Menschen ihrem Alltag nach kommen. Anscheinend war auch wieder so eine Bootstour, wie die, die wir am Donnerstag gemacht haben, denn ich bin Tom über den Weg gelaufen, der sich mit mir auf ein Bier am Abend verabredet hatte. Ich bin jedenfalls noch eine Weile am Hafen geblieben und habe die Schiffe beobachtet und nach der Hamburgerin vom Vortag geschaut, da die ja eigentlich hier abfahren sollte.
Schließlich ging es zurück und ich hab ihren Kumpel am Pool gesehen. 
Mit Anna und Carlin ging es dann schließlich auf eine kleine Wanderung. Es gab in der Nähe nämlich einen Aussichtspunkt, auf den wir wollten. Es ging bei Affenhitze dann ziemlich steil hinauf und es war beinahe schon klettern, aber dafür hat es sich auch wirklich ausgezahlt. Ein Wahnsinnsausblick aufs Meer. Was mir besonders gut gefallen hatte, war, dass es eben helle und dunkle Stellen gab. Und das hat sich über Kilometer gezogen.
Die ganze Wanderung war knappe 8km lang und Dusche und Pool waren danach unsere besten Freunde. Mit dem Hamburger hab ich dann ziemlich lange geschwatzt, ehe es dann zu meinem Treffen ging. Allerdings, Australier sind ja prinzipiell unpünktlich und ich hab mich einfach weiter unterhalten, ehe es dann auf eine Pizza an den Strand ging, die im Übrigen nicht so das Wahre war. Frau ist halt von der Pizza Zuhause verwöhnt, ne?


Das zierte unsere Wandeurng



Der Ausblick unserer Wanderung


Montag - 21.10.2013 :

Zum Glück sind die Briten diesen Vormittag abgereist und wir Mädels konnten uns einen schönen Tag am Pool und Strand machen, ehe wir am Abend dann noch mal alle ins Down Under sind. Also Anna, Carlin, Stefan, Nicole und noch ein Holländer so wie ich. Das Prinzip zum Bestellen war so: Man ging zur Bar, gab seine Bestellung ab und bekam dann eine Nummer, mit der man zurück zum Tisch ging. Die Nummer wird dann normalerweise vom Tisch einkassiert, wenn das Essen gebracht wurde. Dieses Mal wurde das aber vergessen und aus Scherz haben wir dann gesagt, dass wir glauben, dass noch einer fehlt. Wir haben tatsächlich noch einen Burger bekommen, hups. Schlussendlich haben wir den Abend dann gemütlich am Strand ausklingen lassen.

Dienstag:

Früh am Morgen mussten wir dann zur Fähre, die uns wieder nach Hamilton Island brachte. Wir haben eine viel zu frühe bekommen und warteten dann lange am Flughafen. Unser Flug ging von Hamilton nach Melbourne und von Melbourne dann nach Hobart.